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Der Kaukasus Konflikt und der Kalte Krieg in den Köpfen PDF Print E-mail
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Seit dem Ausbruch der Kriegshandlungen im Konflikt zwischen Georgien und Südossetiens, stellst sich einem nur noch eine Frage, welcher Seite soll man glauben. Das Georgien nunmal seine abtrünnige Region Südossetiens angegriffen hat, ist nunmal Fakt. Wird aber wie man in den letzten Tagen der Berichterstattung feststellen muß, gerne mal unter den Tisch fallen gelassen, und man konzentriert sich nur auf die Reaktion von Russland, die als einzigste es für nötig hielten diesem Völkermord einhalt zu gebieten. Der durch den Angriff der georgischen Truppen, und vorallem wie er stattfand, nix anderes ist als ein Verbrechen an der Menschlichkeit. Was aber mich an diesem Konflikt am meisten erschaudern lies, wie manche Menschen mit ihren Kommentaren auf Presseberichte im Internet, den Kalten Krieg wieder auferstehen lassen, wie man auf Welt Online recht gut nachlesen kann, falls die Administratoren noch nicht alle Beiträge beseitigt haben. Dort wird von Angriffen von Russland auf Deutschland geredet, und das alle Deutschen zu den Waffen greifen sollen, um dieser internationalen Bedrohung durch die Russen her zu werden.

Was einem zwangsläufig die Frage aufwirft, was sollen solche Kommentare zu einem solch ernstem Thema denn bewirken? Die Entstehung eines neuem Kalten Kriegs? Ich dachte eigentlich immer, dass solche Äußerungen in Deutschland strafbar sind, aber wie es aussieht, gefällt manchen Verlagen eine solche Hetzkampangne. Mal gleich vorneweg bemerkt, ich bin kein Kommunist, mir geht es in erster Linie um die objektive Betrachtung eines Konfliktes den man nicht mit politischen Parollen bewerten sollte. Was aber nunmal durch unsere "freie" Presse wie immer ins Absurdum geführt wird. Und wer nicht glaubt, dass die Medien der "freien Welt", wie wir sie ja immer gerne nennen, nicht selbst manipuliert und instrumentalisiert werden, der sollte sich dann doch mal das Buch "C.I.A. - Die ganze Wahrheit" von Tim Weiner vornehmen. Dort wird nunmal eindrucksvoll beschrieben, wie man historische Ereignisse mit einen Hauch von Lügen umgeben kann. Um wieder zum Thema zurück zu kommen.

Das Theme Kaukasus ist nunmal ein Produkt, unserer stätigen Bemühungen, unserer Aussenpolitik, die man damals schon am Kosovo Krieg sehen konnte. Wo der Westen wieder voll und ganz versagt hat, mit seinem Bestrebungen andere Völker in die Freiheit zu entlassen, ob die politische Etikette es zuläßt oder nicht. Man sollte schon als erstes Fragen, wem hilft dieser Konflikt eigentlich, den Georgien oder den Russen, oder doch eher einer anderen Macht, die sich ganz heimlich auf größere Ziele vorbereitet? Und da würde ich eher antworten, dass dieser Konflikt nur den Amerikaner hilft, ihre Postition im Baltischen Raum zu festigen, um abzulenken von einem Raketenschild, der bestimmt nicht dafür gebaut wurde, um sich vor Terroristen zu schützen. Denn ein erstarken der Russischen Republik, läßt die Amerikaner wieder nur in alte Denkmuster zurückfallen. Was man an solchen Meldungen sehen kann, wo man das handeln Russlands mit Hitler vergleicht. Und wenn dann noch die Ölpipelines ins Spiel gebracht werden, dann wird einem recht schnell klar, es geht hier nur um Machtbereiche, die einer nicht verlieren will, und der andere einem nicht gönnt. Wir Europäer sind doch meist selber dran schuld, dass solche Konflikte irgendwann eskalieren.

Weil wenn wir Georgien ihre Unabhängichkeit für gut heissen, warum dann die Unabhängigkeitsbestrebungen von Südossetiens torpedieren? Das georgiens Machthaber Saakashwilis nunmal der Liebling der USA ist, dürfte jedem durch die jahrelange Berichterstattung auch kein Geheimniss mehr sein. Wo dazu auch noch erwähnt sein soll, dass die USA mit den Taliban in Afghanistan auch einen Vertrag über Transferrechte einer Pipeline verhandelt hat, bis es zum Bruch von Seiten der Taliban kam, und man diese Versprechen nicht einhielt. Prompt es herschte Krieg. Was ich eigentlich sagen will, ist nunmal, dass man viele Punkte der Weltpolitik nicht immer außen vor lassen darf, um zu erkennen, dass viele solcher Konflikte meist einen ganz anderen Hintergrund besitzen, und nicht nur das Bild der Presse, die nur aus Georgien Meldung machen. Georgien hat nunmal Dinge ins rollen gebracht, worüber Saakashwilis sich nicht mal im entferntesten einen Gedanken gemacht haben wird, wie wohl die Russen auf einen solchen Angriff reagieren. Jetzt haben wir eine Situation die mehr an der ganzen Weltpolitik verändert hat, als es sein hätte müssen. Man darf aber nicht die Wirkung der Berichterstattung außer acht lassen, wenn man einen russischen Botschafter auf N24 sieht, der sich dann nicht das Wort verbieten läßt, wenn der Nachrichtensprecher vorher noch eine andere "Wahrheit" verkündet hat.

Ein Meinungsbild jedenfalls in diesen Konflikt sich zu bilden, ist nicht so einfach wie man es eigentlich in einer Demokratie erwarten sollte. Wo man wieder zu den Kommentaren kommt, wo einem die erschreckende Missbildung in Deutschland nur ins Gesicht springt, und man dem schwarz-weiss-denken Tür und Tor eröffnet. Dieser kalte Krieg in den Kopf mancher Menschen sollte man genauso langsam bekämpfen, wie man es mit jeder extremistischen Ideologie machen sollte, weil den Dritten Weltkrieg, möchte und will ich nicht miterleben wollen, wie ihn manche "Experten" gerne prophezeien.

Wir sollten jedenfalls daran gelegen sein, dass dieser Konflikt, nicht wieder mehr kühle in der Welt hinterläßt. Denn wir haben schon genug Baustellen auf der Welt, um uns damit die nächsten Jahre zu beschäftigen.

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